Schöpfer statt Opfer

Jeder von uns will am Ende seines Lebens zurückblicken und sagen können "Ja, diesen Unterschied  habe ich bewirkt. Diesen Menschen habe ich Freude bereitet, Ihnen etwas bedeutet und einige meiner Herzenswünsche konnte ich auch verwirklichen."

 

eigenwillig

Wir selbst haben 'eigentlich' die Möglichkeit unser Leben in all seinen Bereichen eigenwillig zu gestalten, und vieles von dem was wir wollen zu erreichen.  Warum aber nur eigentlich und nicht absolut ? 

 

Wir sind alle stark geprägt durch unsere ersten Lebensjahre in welchen wir von Eltern, Umfeld, Schule und Mainstream-Medien nahezu ungefiltert Weltbilder und Glaubenssätze verinnerlicht haben. Diese im Unterbewusstsein verankerten Programme, können uns je nachdem beflügeln oder bremsen - manchmal ein Leben lang. Negative Glaubens-

sätze, Minderwertigkeitskomplexe und die oftmals anerzogene Haltung 'was werden die Anderen denken, wenn ich jetzt dies oder jenes tue'. Zum Beispiel den begehrten Kaderjob bei der Bank aufgeben um ein eigenes kleines Café zu eröffnen weil einem die Rolle des Gastgebers erfüllt. Dieses nicht aus der Normbandbreite herausfallen wollen kan wie eine angezogene Handbremse wirken. 

 

Das führt dazu, dass viele Menschen ein Leben führen, welches sich irgendwann gar nicht mehr nach Ihrem Leben anfühlt. Wir trauen uns oft nicht unsere Potenziale zu entfalten und werden quasi gelebt. Das führt in eine Art Hamsterrad in welchem man Dingen und Zuständen hinterher jagt, welche im vorherrschenden kulturellen Umfeld als erstrebenswert angesehen werden. Bis wir feststellen, dass diese uns vielleicht keine tiefe, anhaltende Erfüllung bringen, sondern sich zunehmend innere Leere breitmacht.

 

Oder anders formuliert, es ist bitter am Ende der Leiter festzustellen, dass diese an der falschen Wand stand.

 

Lebensgestaltung nach den Vorstellungen anderer wie es die scharfsinnige Grande Dame der Persönlichkeitsentwicklung - Vera Felicitas Birkenbihl - einmal ausdrückte. Statt eigener MEIN-ungen sogenannte ANDER-ungen zu haben, die Meinungen der Anderen.  In der Regel die Mehrheitsmeinung. Zweifelsfrei sind die dem jeweiligen Zeitgeist unterliegenden gesellschaftliche Normen, Gesinnungen und damit eine soziale Konditionierung für ein funktionierendes Zusammenleben notwendig.

 

Dieses bewusste oder unbewusste Anpassen um jeden Preis sowie kritiklose Übernahme von geltenden Normen kann aber wie ein schleichendes Gift unbemerkt und radikal unsere individuellen Lebensgestaltungswünsche, unsere Potenzialentfaltung und unsere persönliche Entfaltung verhindern.

 

in der Tretmühle

 

In einer schnellebigen, leistungsorientierten,  konsumlastigen und hoch- technologisierten Welt kann das Gefühl aufkommen in der Tretmühle gefangen zu sein und (koste es was es wolle, im Zweifelsfall auch die psychische und physische Gesundheit) funktionieren zu müssen.

 

Erschöpfungsdrepressionen und Burn-out Fälle sind seit Jahren entsprechend in den westlichen Industriestaaten zu. Als Antwort auf die ernüchternde 'Das-kann-doch-nicht-alles-gewesen-sein' Stimmung machen sich viele auf die Suche nach spiritueller Weiterentwicklung und finden sich in einem gigantischen Religions- und Esoterik-Dschungel wieder. Dieser ist voll von abertausenden Rezepten zur Erlangung von Sinn, Lebensfreude,  Eigenverwirklichung, Gesundheit und Erleuchtung. Nebst vielen lichtvollen Erkenntnissen, Wahrheiten und tatsächlichen Hilfestellungen zur Erhöhung der Selbstwirksamkeit finden sich darin aber auch viele Unwahrheiten, Halbwahrheiten und haufenweise Schwachsinn. Entsprechend schwierig gestaltet sich die Orientierung. 

 

Wahr ist wohl, dass jeder von uns seine Lebensrealitäten und damit den Grad der persönlichen Lebenszufriedenheit zu einem erheblichen Teil (oder nach darüber hinaus) selbst kreiert. Das ist paradoxerweise auch unbequem,  denn wenn wir dies anerkennen, können wir nicht mehr sagen das diese oder jene Umstände Schuld daran sind, dass ich etwas nicht haben, tun oder sein kann. Die Annahme oder Erwartung das unser Partner uns gefälligst glücklich zu machen hat, ist demzufolge ein probates Mittel für Frust und Unglücklichsein. 

 

Wenn wir uns im inneren, stillen Dialog als wenig liebenswert, talentiert oder wertvoll ansehen, uns dessen aber gar nicht bewusst sind, dann ist die Lektüre von Erfolgsbüchern, Ratgebern etc. ungefähr so wirkungsvoll wie das auftragen einer dünnen  Schicht Farbe auf ein gänzlich von Rost zerfressenes Eisenblech.  Das Unterbewusstsein ist mit einem Zahlenverhältnis von 95:5 der Chef, und nicht der Wille und das Tagesbewusstsein.

 

Die gute Nachricht ist, dass Glaubenssätze meist einfach und in erstaunlich kurzer Zeit aufgelöst und ersetzt werden können. Das Erlangen eines individuell sinnhaften Lebens mit vielen wertvollen Glücksmomenten für sich selbst, seine Umwelt und Mitmenschen ist damit ein Lebensrecht.

 

Auf meiner Seite findet sich inspirierendes und nützliches Material sowie Video-Interviews von interessanten Menschen mit eigenwilligen Lebens-geschichten. Menschen welche sich auf Ihren individuellen Weg gemacht haben.

 

Viel Freude und Inspiration wünscht Dir

 

Marcel Meister